Am 25. Januar 2025 war ich zur Trauerfeier für Dieter Knechtel in der Geraberger Kirche und bekundete meine Anteilnahme auch im Namen des KCV WestThüringen.
Dieter Knechtel war viele Jahre im Vorstand des Geraberger Chores tätig und war stets ein freundlicher und fröhlicher Dreh- und Angelpunkt in Chor und Familie.
Vor der wiederholten Krebsdiagnose Mitte 2024, feierte er im Kreise der Familie und vielen Freunden im März 2024 seinen 80sten Geburtstag. Am 19. Januar 2025 verlor er dann den Kampf gegen die Krankheit.
Die Trauerfeier war für mich eine der – wenn man das so sagen darf – schönsten, der ich in den vergangenen Jahren beiwohnen durfte. Ausgesprochen persönlich mit Anekdoten und schönen Stationen seines Lebens, durchweg erinnert von seiner jüngsten Tochter nebst Ständchen vom Shanty-Chor Geraberg. Eine sehr schöne Trauerfeier mit vielen Erinnerungen.
Hoffen wir, dass da oben jemand ist, der dich braucht.
M. Heller
Männerchor modern zur Weihnachtszeit
31. Oktober 2023
Etwa 50 Männer fanden den Weg zum Workshop „Männerchor modern zur Weihnachtszeit“ in den Geschäftshallen der Firma Spielart GmbH in Mechterstädt am 28. und 29. Oktober 2023. Geladen und veranstaltet wurde der Workshop vom Chorverband Thüringen unter Federführung von Josephine Heurtel (Geschäftsstelle CVT) und Prof. André Schmidt. Der 1. und 2. Bass war recht gut aufgestellt, Tenöre waren – wie leider so oft im Thüringer Land – etwas rar gesät.
Voll Elan und Tatendrang wurden bekannte Weihnachtslieder „gefeilt“, aber eben auch neue, modernere Literatur fand Anklang. Englisch, Spanisch, etwas Jodeln, natürlich Deutsch und Baskisch – alles wurde begeistert einstudiert. Ideale Möglichkeit für alle Sänger, frisches Liedgut kennenzulernen und in die eigenen Chöre zu tragen. Das Notenmaterial ist frei verwendbar.
Der Samstag war sehr übungsintensiv, Lieder einstudieren im Stundentakt, zwischendurch immer freudiger Erfahrungsaustausch und Stimmungsabgleich, unterbrochen vom leckeren Mittagessen, Kaffeetrinken und Abendessen. Gegen 20.30 Uhr war der erste Übungstag verstrichen.
Sonntag, kurz vor 9.00 Uhr – glücklicherweise wurde uns durch die Zeitumstellung eine Stunde Schlaf geschenkt – trafen sich alle Sänger wieder. Bei einigen war die Nacht kürzer als bei anderen; trotzdem freuten sich alle auf die folgenden Stunden bis zum Konzert.
Dieses wurde nach den beiden Workshop-Tagen am Sonntag Nachmittag als sogenanntes „Werkstattkonzert“ durchgeführt, bei dem die einstudierten Titel des Workshops – naja – uraufgeführt wurden. Dieses öffentliche Konzert fand in der Mechterstädter Kirche statt und war sehr gut besucht. Ein schöner Erfolg.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Registerdozenten der Musikuniversität Franz List Weimar sowie der Firma Spielart GmbH Laucha für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die tolle Verpflegung durch die „Grillburger Laucha“, die teilweise sogar gesponsert wurde sowie die Kirchgemeinde Mechterstädt für die Möglichkeit, in der schönen Kirche zu singen. Der KCV WestThüringen stellte seine Chorstufen und zwei E-Pianos zur Verfügung ein Weiteres dankenswerterweise vom Vokalensemble Laucha.
Im Westthüringer Kreischorverband sind 20 Männerchöre gelistet mit insgesamt etwa 460 Sängern. Dieser Workshop fand in Mechterstädt, zwischen Gotha und Eisenach, statt. Man könnte mit dem Rad hinfahren, würde man umgangssprachlich sagen. Abgesehen vom gesamten Vokalensemble Laucha nahmen drei Sänger aus unserem Sängerkreis teil …
Nachruf Emmi Pfaff – Vorsitzende der „Harmonie“ Friedrichroda
14. November 2022
Völlig unerwartet und noch immer unfassbar verstarb am 24. Oktober 2022 unsere langjährige Vorsitzende Emmi Pfaff. Sie sang über 40 Jahre in unserem Chor und stand uns seit 17
Jahren als Vereinsvorsitzende vor. Sie lebte für die Musik und übte ihr Hobby mit größtem Engagement, Leidenschaft und Herzblut aus.
Wir danken unserer lieben Emmi für ihre großen Verdienste und ihre Verbundenheit zum Verein. Was uns in Erinnerung bleibt, ist ihre Freude am Singen, ihre Hingabe und die vielen gemeinsamen, schönen Erlebnisse im Chor.
Sie hinterlässt eine große Lücke im Verein und wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.
40 Jahre Chorleiter – 35 Jahre Chor der Wartburgstadt
2. Dezember 2019
Im November 1984 hatte Hans-Peter Burkhardt einst den Gemischten Chor Eisenach-Nord gegründet, seit geraumer Zeit heißt das Ensemble Gemischter Chor der Wartburgstadt. Für seine langjährige Chorleitertätigkeit wurde Burkhardt (rechts) in der Eisenacher Annenkirche am Sonntag, 1.12.19, beim Adventskonzert vom Vorsitzenden des KreisChorVerbandes Westthüringen, Mario Heller (vorn links), für dieses Engagement geehrt. (TA 2.12.19)
Die Moderation des jährlichen Adventskonzertes übernahm wieder Ingrid Burkhart, die Vorsitzende des Chores. Dieser überzeugte mit seiner Liedauswahl und Qualität und begeisterte so das Publikum der voll besetzten Annenkirche.
Auflösung Concordia 1889 Langewiesen
26. September 2019
Nun ist es doch passiert!
Zum 1. Juli 2019 hat der Gesangverein Concordia 1889 Langewiesen nach 130jähriger aktiver Chorarbeit seine Auflösung beschlossen. Das ist sehr schade, wieder ein Chor weniger in der Thüringer Kulturlandschaft. Ich wünsche allen „Concordianern“ die Möglichkeit, ihr Hobby vielleicht in einem befreundeten, naheliegenden Chor weiter verfolgen zu können und hoffe, wir sehen uns mal wieder zu einem Konzert in der Gegend.
Mario Heller
InCantare 2019 auf der Creuzburg
26. September 2019
Am angenehm sonnigen Morgen des 5. Mai denke ich zurück an den stürmisch verschneiten, frostigen Vortag – den Tag unseres Chorfestivals InCantare auf der Creuzburg.
Ab 8 Uhr waren wir Vorständler auf der Creuzburg zur abschließenden Vorbereitung des Chorfestivals. Bei „herrlichem“ Winterwetter schwankten die Ideen zur derzeitigen Wettersituation zwischen Absagen des Chortreffens bis zum Ignorieren des ständig fallenden Schnees und eben Durchführung der Veranstaltung, was wir dann auch taten. Eine Schlechtwettervariante war nicht vorgesehen und so verwandelten wir kurzentschlossen den Festsaal der Creuzburg zu unserem Veranstaltungsort.
Mittlerweile hatten fünf Chöre abgesagt. Einerseits traurig, andererseits raumbedingt entspannend. Zwischenzeitlich trafen die ersten Chöre ein, die sich schmerzfrei nicht von den Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt haben einschüchtern lassen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank.
Nach kleinen Auseinandersetzungen mit der Tontechnik begann das Chorfestival 11.13 Uhr fast pünktlich im akademischen Viertel.
Eine kurze Eröffnungs-„rede“, kleine organisatorische Hinweise und schon wurde der erste Chor von unseren Moderatorinnen Kerstin Scheinpflug und Dana Biemann angekündigt. Nach diesem Chor, dem MGV 1880 Wenigenlupnitz, sangen der PHOENIX-Chor Waltershausen, der Seniorenchor Gotha unter neuer Leitung, die Nessetal-Lerchen Bufleben, die unter Anregung des Vizechorleiters des Chorverbandes Thüringen, Wolfgang Steudel, ihren kleinen Kanon dem Publikum beibrachten, und zur Einleitung der Mittagspause der MGV 1882 Schönau.
Nach kleiner Stärkung mit frisch Gegrilltem und kühlen Getränken vom Team der Creuzburg ging es mit dem Gastchor KALINKA aus Gotha weiter. Die acht Frauen sangen russische Weisen und brachten somit einmal ganz andere Klänge in unsere Reihen.
Mittlerweile traf auch der Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs, ein, der an der Seite von Joachim Preß im Namen der Bürgerstiftung des Wartburgkreises dem Chorfestival gutes Gelingen wünschte. An dieser Stelle bedankten wir uns für die finanzielle Unterstützung der Stiftung.
Es folgten die 10 NoBorders aus Waltershausen, die Jungs vom MGV Schwarzhausen, der Volkschor Ingersleben, der Männerchor aus Ballstädt mit beschwingten Seemannsliedern, danach der Gesangverein 1991 Neudietendorf in gewohnt guter Qualität und zum Abschluss präsentierte das Vokalensemble Sängerkranz Laucha Ausschnitte aus seinem Repertoire.
Das geplante Empfehlungssingen unter fachkundiger Jury musste leider sehr kurzfristig abgesagt werden, da am Vortag einer der vier dafür gemeldeten Chöre seine Teilnahme am Chorfestival zurückzog. Nun war der Kosten-Nutzen-Faktor gar nicht mehr positiv. Zum Glück hatten die Juroren ein Einsehen und es entstanden von dieser Seite keinerlei Kosten.
Gegen 17.00 Uhr beendeten wir die Veranstaltung, die trotz wetterbedingter Widrigkeiten von allen Teilnehmern als gelungen eingeschätzt wurde.
M. Heller – Vorstand KCV WestThüringen
Artikel zu InCantare in der Thüringer Allgemeinen
26. September 2019
Fünf von 18 avisierten Chören meiden die Fahrt auf die Creuzburg. Veranstalter von „In Cantare“ zieht wegen des Wetters in den Festsaal um.
Schneefall im Mai – dieses Wetterphänomen tangierte auch das Chorfestival Westthüringen „In Cantare“ des Kreischorverbandes WestThüringen am Samstag auf der Creuzburg. Verbandsvorsitzender Mario Heller und seine Mitstreiter und Partner auf der Creuzburg hatten alles für eine Freiluftveranstaltung vorbereitet, Biertischgarnituren im Burggarten gestellt, Bühne und Technik präpariert und dann kam über Nacht der Schnee. Der zwang die Festivalveranstalter zum Umzug in den Festsaal der Burg, wo es eng wurde. Parallel dazu flatterten Absagen von fünf Chören (fast ein Drittel der angemeldeten) ins Haus, darunter der Gemischte Chor Seebach und der kleine Eisenacher Chor „Color“ um Ulla Fischer.
Das Wetter schreckte zahlreiche Sängerinnen und Sänger vor der Fahrt nach Creuzburg ab. Das sogenannte „Empfehlungssingen“ vor einer Jury, zu dem sich vier Chöre (darunter „Color“ und Seebach ) angemeldet hatten, war abgeblasen worden.
„Für das Jurysingen hätten sich unsere Leute vielleicht auf den Weg gemacht“, kommentierte ein Vorstandsmitglied des Seebacher Chores. Drei Seebacher hatten dem Chorfest trotz der Absage ihres Ensembles beigewohnt. Fern blieben dem Ereignis auch die Tiefenorter Chöre Klangvol(k) und die Chorgemeinschaft Krayenberg, dazu die Sängervereinigung „Harmonie“ Friedrichroda .
Ein Dutzend Chöre, das Gros aus dem Raum Gotha-Ilm, gab Kostproben ihres Könnens beim „InCantare“ ab. Die Fahne des Wartburg-Sängerkreises hielten dabei der Männergesangverein Wenigenlupnitz und der Männergesangverein Schönau hoch. Die, die dabei waren, empfanden das Chorfest dennoch als gelungene Sache.
Auch gemeinsam wurde gesungen, etwa der Kanon „Wo die Liebe wohnt, blüht das Leben auf“ unter Leitung von Kirchenmusiker Chris Rodrian, der auch die Nessetal-Lerchen Bufleben leitet. Chormusik in verschiedenen Nuancen und Farben erfüllte den Saal über Stunden.
Fußnote: Das frisch vermählte Paar Wollenhaupt aus Eisenach staunte nicht schlecht, als es in der Mittagspause von Chorfest-Akteuren im Burggarten spontan ein Glückwunschständchen erhielt, das es wohl nicht vergessen wird.
Foto: Jensen Zlotowicz – Der Männergesangsverein Schönau unter Leitung von Jurate Turbiasz.
Die klingende Burg
26. September 2019
Am 2. September folgten 10 Chöre
der Einladung zu einem freien Singen
auf die Creuzburg.
Zum ersten Mal nahmen die Frauen des russischen Chores „Kalinka“ aus Gotha an einer unserer Veranstaltungen teil, welche mit ihrer traditionellen Musik und den auffällig traditionellen Kleidern einen besonderen Höhepunkt an diesem Nachmittag darstellten.
Des Weiteren gab es eine bunte Mischung an
Volks- und Heimatliedern, Gospels und Liedern aus der Pop- und Rockgeschichte bekannter Sänger.
Zu Gast war auch der Gospelchor aus Eisenach, der trotz beginnenden Regens uns einen kleinen Einblick in sein Repertoire gab.
Mit dem gemeinsam gesungenen Gospel
„Oh Happy Day“ gaben wir diesem Nachmittag einen grandiosen Abschluss.
Das frische und abwechslungsreiche Pro-
gramm gestalteten:
Mit den anwesenden Gästen haben etwa
230 Musikinteressierte den Weg auf die
Creuzburg gefunden.
Wir danken allen teilnehmenden Chören, die trotz des herbstlichen Wetters und des permanenten Regenrisikos bis zum Schluss ausgeharrt haben, sowie Herrn Wallor und seinem hervorragenden Team von der Creuzburg für die gut organisierte und köstliche Bewirtung.
Alles in Allem war diese kleine Veranstaltung auch eine prima Generalprobe für unser am 4. Mai 2019stattfindende 3. InCantare-Chorfestivalhier auf der Creuzburg.
Dana Biemann – WartburgSängerKreis
InCantare – Das Chorfestival Westthüringen 2018
26. September 2019
Zum zweiten Mal fand InCantare – Das Chorfestival Westthüringen in Friedrichroda in der Kurpromenade statt. Das Chorfestival ist ein gemeinsames Projekt des Sängerkreises Gotha-Ilm und des Wartburg Sängerkreises. Ein Tag, der die Chöre der beiden Sängerkreise durch die Musik verbindet.
Um 11.00 Uhr begrüßte der Vorsitzende Mario Heller bei schönstem Wetter die Chöre und Gäste; ebenso Thomas Klöppel, Bürgermeister der Stadt Friedrichroda. Eine kleine Gesangsdarbietung ließ er sich auch dieses Jahr nicht nehmen. Mit „Wochenend‘ und Sonnenschein…“ stimmte er das Publikum und die Chöre auf die bevorstehende Veranstaltung ein. Die Kreischorleitern Ursula Gorf nahm die gute Stimmung auf und animierte die Anwesenden mit Hilfe Ihres Chores, dem Volkschor Ingersleben, den Kanon „Singen, das macht Freude“ mitzusingen.
Das Chorfestival eröffnete die Sängervereinigung „Harmonie“ aus Friedrichroda.
Im Anschluss boten folgende Chöre einen Ausschnitt aus ihrem Repertoire dar:
Eine kleine Pause lockerte das Programm etwas auf und Gäste sowie SängerInnen konnten an den Ständen der ortsansässigen Anbieter „kulinarisch“ schlemmen. Weiter ging es mit:
Das dargebotene Liedrepertoire erstreckte sich vom Volkslied über Gospel, Afrikanische Songs, Lieder alter Meister als auch neuere aktuelle Poplieder – für jeden Geschmack war etwas dabei.
Ein kleiner Höhepunkt war der Auftritt der Sängerrunde Heiligenblut/Großglockner. Sie machten ihrem Motto alle Ehre: „Musik, Gesang und Spaß!“ Ihr Liedrepertoire erstreckte sich über geistliche Gesänge sowie Volksweisen und Gärtnerlieder, welche eine willkommene Abwechslung darstellten.
Für einen Überraschungsauftritt sorgte der Chor der Kreismusikschule Bamberg, die zufällig in Finsterbergen gastierten. Durch ihre herzlich-lockere Darbietung begeisterten sie das Publikum.
Auch die Politik war vertreten: Bundestagsmitglied Tankred Schipanski und der Landrat des Wartburgkreises, Herr Krebs, waren gekommen, um dem Veranstalter ihre Grüße, Begeisterung und Dankbarkeit hinsichtlich der Förderung der Kultur zu übermitteln.
Gastronome und Vereine aus Friedrichroda ließen keine Kehlen trocken und sorgten für volle Mägen. Hierfür ebenfalls vielen Dank.
Wenn man während des Chorfestivals durch die Kurpromenade schlenderte, erblickte man ausschließlich fröhliche Gesichter und die Veranstalter (Vorstand des Sängerkreis Gotha-Ilm und des WartburgSängerkreises) bekamen anerkennende Worte für dieses gelungene Fest zu hören.
Nach so einem Tag stimmt es doch: SINGEN – macht SPASS, ENTSPANNT, VERBINDET, BILDET und ist GESUND!
Und damit das so bleibt, wird am 2. September 2018 ein Freies Singen in lockerer Gesellschaft auf der Creuzburg stattfinden. Für das leibliche Wohl ist auch hier bestens gesorgt.
Und wie heißt es so schön: „Nach dem Chorfestival, ist vor dem Chorfestival!“
Auch hierfür steht der Termin bereits fest, der 25. Mai 2019,
diesmal auf der Creuzburg im Wartburgkreis.
Nichts Neues im Chor? – Die Zeichen der Zeit.
26. September 2019
Liebe Mitglieder des Chorverbandes Thüringen,
liebe Leserinnen und Leser,
im neuen Jahr liegen schon wieder viele Stunden engagierter Chorarbeit hinter uns. Noch haben Sie die Weihnachtskonzerte in guter Erinnerung, da wird in den Proben schon wieder das Programm der Frühlingskonzerte einstudiert und in den anstehenden Jahreshauptversammlungen stellen die Vorstände die Arbeitspläne des neuen Jahres vor. Scheinbar hat sich an diesem Jahreslauf in den letzten 100 Jahren wenig geändert, Weihnachts- und Frühlingskonzerte sowie Jubiläen und Chorfeste sorgen dafür, dass es nie langweilig wird.
Also: Nichts Neues im Chor? – Weit gefehlt! Der Erfahrungsaustausch der Gesamtausschuss-Sitzung im Januar hat gezeigt, dass die heutige Chorszene keine Chance hat, wenn sie die Zeichen der Zeit nicht hört und sieht. Unser Alltag ist multimedial geworden, die Welt und damit die Musik ist globalisiert und jederzeit und an jedem Ort werden wir mit Informationen, Eindrücken und Angeboten überhäuft. Da heißt es neugierig, kritisch und aufgeschlossen zu sein. Wenn unser Repertoire sich dieser Entwicklung nicht öffnet, werden unsere Chöre keinen Nachwuchs mehr haben, wenn sich unsere Proben- und Auftrittskonzepte nicht aktualisieren, werden wir die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verlieren und ohne Mitglieder und Zuhörer werden uns bald die finanziellen Mittel für die Arbeit fehlen. Deshalb war ich begeistert, wie kreativ in den meisten Sängerkreisen und Kreischorverbänden nach neuen attraktiven Auftrittsformen gesucht wird. Mit unseren neuen Verbandsmedien wollen wir nun dazu beitragen, dass diese Projekte auch landesweit wahrgenommen werden. So können wir voneinander lernen und uns mehr und mehr vernetzen. Das ist in den letzten Jahren zu sehr vernachlässigt worden. Viele Chöre haben den Sinn und den Nutzen der Mitgliedschaft in unserem Chorverband kaum noch erkennen können.
Mit THURINGIA CANTAThaben wir ein Format erfunden und entwickelt, auf das inzwischen ganz Deutschland schaut. Das ist aktive Weiterbildung und Musizieren auf hohem Niveau zugleich. Hier treffen sich professionelle Arbeit und unbändige Lust am Singen! Mit THURINGIA CANTAT regional haben wir diesen Geist in viele Regionen Thüringens getragen. Auch die Zusammenarbeit mit der Chorjugend ist besser als je zuvor. Moderne Arbeitsformen bilden vielfältige Möglichkeiten, unserem Nachwuchs mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
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